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Testbericht Westerwald LEM 35 von Professor Optiken

Da ich vor kurzem Geburtstag hatte, schenkte mir mein Mann das Westerwald LEM 35 Handgerät von Professor Optiken.

Ich wollte schon immer ein Wärmebildgerät haben, aber die meisten Geräte

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waren für meine Begriffe doch sehr klobig und schwer. Da hatte mein Mann das LEM 35 beim Jagdspezi in Alsfeld/Hessen gesehen und es für mich gekauft.

Nach dem Auspacken war ich vom Anblick schon sehr überrascht. Es liegt sehr gut in meinen Händen und zu schwer ist es auch nicht.

 

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Vier Knöpfe machen es zudem sehr bedienerfreundlich. Ich brannte darauf ins Revier zu fahren, um es gleich zu testen. Am Abend war es dann so weit. Wir fuhren raus und ich setzte mich auf eine Kanzel an einem großen Windbruch. Da das Gerät mehrere Farbmodi besitzt, ist für jeden Nutzer bestimmt etwas dabei. Die Abenddämmerung brach an und das erste Schmalreh betrat den Windbruch, gefolgt von einem guten Bock. Wir wollten aber an diesem Abend auf Schwarzwild jagen und somit blieb der Finger erstmal grade. Nachdem ich die einzelnen Modi mal durchgetestet hatte, habe ich mich für Weiß entschieden, kann man damit doch jedes Detail genaustens erkennen. Aber das liegt im Auge des Betrachters. Mit dem integrierten Entfernungsmesser konnte ich exakt die Entfernung messen. Das Schmalreh stand 45m von mir entfernt und der Bock 95m. Beide konnte ich mit dem Lem 35 fotografieren, aber auch in einem kleinen Video festhalten, da das Gerät mit einem Speicher ausgestattet ist. Dank der Wifi Funktion konnte ich die Bilder direkt auf meinem Smartphone speichern und sie via Messenger an meinen Mann schicken, der auch im Revier unterwegs war.

Das Gerät verfügt unter anderem auch über eine Bild in Bild Funktion. Somit konnte ich im ersten Bild den Bock und im zweiten Bild das Schmalreh zeitgleich beobachten.

Plötzlich wurde das Rehwild nervös und sprang ab. Schwarzwild kam aus der Dickung.

Mit dem Gerät konnte man klar erkennen, dass die Leitbache und einige a

 

waermebildhandgeraetjagdspezi.de  scaledndere Schweine tragend waren. Klar und deutlich konnte man die pralle Milchleiste sehen.

Also hieß es auch hier erstmal abwarten. Kurze Zeit später kamen wieder ein Paar Schweine auf den Windbruch, hier konnte man dank dem Gerät klar erkennen, dass es Überläufer waren. Gewehr laden, in Anschlag bringen, noch mal einen kurzen Blick durchs LEM 35 und der Schuss war draußen. Ein Überläufer lag im Knall auf 70m. Die restliche Rotte stand ca. 122m entfernt und sicherte in alle Richtungen.

Doch sie waren jetzt übervorsichtig und sprangen letztendlich ab.lem35jagdspetzi.dewaermebildprofessor scaled

Es war ein erfolgreicher Ansitz, ein Überläufer auf der Strecke und das LEM 35 zur Beobachtung dabei. Ich muss sagen. Für den Preis ist das ein Gerät, was seines Gleichen sucht, einfach in der Bedienung, super im Handling. Was will Frau mehr!?!

 

Lieben Gruß aus dem Taunus

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Testbericht Liemke Merlin 13

Welch eine Ironie, ein Kerl von 2m Länge testet für den Jagdspezi ein Vorsatzgerät was grad mal so groß wie ein handelsübliches Feuerzeug ist. Das Merlin 13.

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Frank von der Firma Jagdspezi rief mich an und fragte mich, ob ich Bock hätte, mal ein „kleines“ Gerät für ihn zu testen, um ihm meine eigene Meinung dazu mitzuteilen.

„Na klar bin ich dabei, schick raus das Teil.“

Zwei Tage später kam das Päckchen mit dem Gerät bei mir in Kirtorf an und meine Vorfreude war groß, was man mir da wohl geschickt hatte.

Mein erster Gedanke als ich das Gerät ausgepackt hatte war: “Wie soll man denn mit dem Zwerg was sehen, geschweige denn was treffen“!?!

Zwei kleine Knöpfe als Bedienungseinheit, ein Smartclip-Adapter, beides zusammen „ Geclipt“ und schon war das Gerät auf dem Zielfernrohr montiert.

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Am Abend ging es dann raus ins Revier, Sauen sollten im Weizen ihr Unwesen treiben und dem wollten wir Einhalt gebieten.

Vor Ort angekommen, die Waffe durchgeladen, das Merlin war montiert, ging es Richtung Weizenfelder. Vom Weiten waren die Sauen schon gut zu hören. Man muss jetzt nicht erwarten, dass das Gerät bis zu 1000m alles sehen wird, so ist es nicht, aber auf 80 – 100m ist es brauchbar, macht es einen guten Job. Glasklares Bild, keine Verzerrung, kein Schnickschnack und das für diese Größe. Aber zurück zu den Weizenschweinen.

Bis auf 50 m angepirscht, Zielstock aufgebaut, Waffe aufgelegt, das Gerät mit einem leichten Knopfdruck eingeschaltet und das Schwarzwild angesprochen. Es war eine Überläufer Rotte, die ziemlich eng zusammen stand. Also warten bis der ein oder andere sich etwas von der Gruppe entfernt. Im Bild war jede Sau auf der kurzen Entfernung gut erkennbar. Endlich war es so weit, ein Überläufer war unvorsichtig und trennte sich von der Gruppe. 2 Minuten später brach er im Knall zusammen. Die restliche Rotte machte eine Flucht von 30 m, verhoffte, schon flog die Kugel und noch ein Keilerchen lag im Feuer.

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Zwei saubere Schüsse nach Ansprechen mit dem Merlin 13 als Vorsatzgerät, können sich sehen lassen. Es war eine Überraschung was dieses kleine Gerät leistet, was man damit sehen und erreichen kann. Die Preis/Leistung ist mehr wie gut. Ein sehr handliches, leichtes und robustes Gerät, das macht was es soll.. Für den „Nahkampf“ bis 100m ist es auf jeden Fall  zu gebrauchen

 

Gruß euer Johannes aus Kirtorf

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Liemke Luchs-1 – erster Test

NEUVORSTELLUNG, Made in Germany

Liemke Luchs-1

Wir haben nun die erste Lieferung dieser brandneuen Geräte erhalten und haben uns gleich daran gesetzt dieses auf Herz und Nieren zu testen.

Das Luchs-1 kommt nicht nur in der gewohnt guten Liemke Qualität sondern setzt dabei auch noch neue Maßstäbe. Das Gehäuse besteht aus exakt gefertigtem Magnesium, welches das Luchs-1 deutlich robuster macht als so manchen Konkurrenten.

Besonders beeindruckt hat uns bei dem Luchs-1, die einfache Bedienung durch den Schalter an der Seite. Gepaart mit dem schnellen Hochfahren des Gerätes kann man sich auch in hektischen Situation vollkommen auf eine sichere Schussabgabe konzentrieren ohne sich auf den richtigen Tastendruck fokussieren zu müssen.

Aber auch die Bildqualität des Luchs-1 hat uns mehr als überzeugt. Die Kombination aus der 35er Frontlinse und dem 640px Sensor hat uns zunächst verwundert. Doch testet man es in der Praxis überzeugt diese Kombination vollends. Das Bild ist gestochen scharf und bietet einen guten Kontrast. Aber auch auf Reichweiten von 200m ist ein sicheres Ansprechen überhaupt kein Problem. Die 35er Frontlinse sorgt für ein schlankeres Design und etwas Gewichtsreduktion.

Alles in allem lässt sich sagen, dass das Luchs-1 mit 3899€ einen stolzen Preis trägt aber der Jäger der ein absolutes Top Gerät möchte und Wert auf gute Verarbeitung und Qualität setzt mit dem Luchs-1 bestens beraten ist.

 

Gruß

Euer Team Jagdspezi

 

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Hikmicro Falcon FQ50 vs Pulsar Helion 2 XP50

Zwei Wärmebild-Spotter im Vergleich*

Nach ausführlichem Vergleichen hatte ich im Juli 2023 mein bis dahin genutztes Wärmebild-Vorsatzgerät Dedal 380 gegen ein Hikmicro Thunder TQ50C 2.0 getauscht – das detailliertere Bild und das bessere Energiemanagement haben dafür den Ausschlag gegeben. Als Spotter habe ich weiterhin das Pulsar Helion 2XP50 (das es mittlerweile als PRO gibt) genutzt. Allerdings habe ich schon nach wenigen Ansitzen festgestellt, dass das Bild des Hikmicro Thunder Vorsatzgerätes dem des Pulsar Helion Spotters deutlich überlegen war: während ich durch den Spotter das im Blickfeld befindliche Stück nur als Rehwild ansprechen konnte, erkannte ich beim Blick durch das Zielfernrohr deutlich mehr Details, ich konnte sogar die Rosen und Stangen und somit das Geschlecht erkennen. Grund genug also, auch meinen bisherigen Spotter einem Vergleich mit einem aktuellen Gerät zu unterziehen.

*Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich nicht um einen Vergleich zweiter Geräte derselben Leistungsklasse handelt. Solche Vergleiche gibt es im Internet an anderer Stelle zur Genüge – hier geht es um den praxisbezogenen Vergleich zwischen neuen und schon länger auf dem Markt befindlichen Modellen und der Frage, ob es sich aus Leistungsgründen lohnt, sein vorhandenes Gerät gegen ein neues Gerät zu tauschen. Ein dem Hikmicro Falcon vergleichbares Gerät wäre sicherlich das Pulsar Telos.

Wer sich heute erstmals eine Wärmebild-Kamera anschafft, ist sicherlich gut beraten, ein aktuelles Modell zu erwerben. Für alle anderen, die bereits ein älteres Modell besitzen, stellt sich hingegen die Frage, ob sich ein Gerätewechsel lohnt. Finanziell ist der Umstieg sicherlich ein Verlustgeschäft, kosten doch aktuelle Top-Geräte oft grade mal die Hälfte dessen, was ihre Vorgänger noch vor wenigen Jahren gekostet haben.

Unabhängig von geschriebenen Texten und darin veröffentlichten Bildern und Filmen zum Thema Wärmebild  sollte man die in Frage kommenden Geräte immer selbst in Augenschein nehmen. Zum einen, weil insbesondere die in den Printmedien gedruckten oder im Internet gezeigten, durch das Gerät oder über das Zielfernrohr aufgenommenen Bilder nie die Qualität erreichen, die die Geräte in Wirklichkeit bieten. Zum anderen, weil jeder Jäger Wert auf andere Eigenschaften legt – beispielsweise die Bedienung der Geräte, die Art der Montage oder auch nur das optische Erscheinungsbild.

Oftmals werden zum Vergleich der optischen Leistungen die Foto- oder Filmaufnahmen herangezogen, die man mit Geräten selbst anfertigen kann. Dabei sollte man aber bedenken, dass die letztendlich in den Medien gezeigten Ergebnisse softwareabhängig sind und einem vielfältigen Kompressionsprozess unterliegen, bis sie beim Betrachter ankommen. Grundsätzlich kann man für alle Geräte sagen, dass das „Live-Bild“ deutlich detailreicher und schärfer ausfällt.

Die  Wärmebildkameras Pulsar Helion 2 XP50 (oben) und Hikmicro Falcon FQ50 (unten). 

Erscheinungsbild, Tastenanordnung und Menüführung

In Größe, Länge und Gewicht und auch im Aufbau unterscheiden sich die beiden Wärmebildkameras deutlich. Das Hikmicro Falcon FQ50 ist rund, hat einen größeren Durchmesser, ein größeres Okular, eine runde Augenmuschel, ist etwas schwerer und liegt mir persönlich besser. Das Plusar Helion 2 XP50 hingegen ist quadratisch und schlanker, fügt sich aber nicht so gut in die Hand ein. Die assymetrisch geformte Augenmuschel hat den Nachteil, dass man sie nach dem Aufnehmen des Gerätes immer wieder in die richtige Position drehen muss.

Die Tasten sind bei beiden leicht erreichbar auf der Oberseite angeordnet. Beim Hikmicro Falcon FQ50 sind die vier Tasten unterschiedlich geformt, beim Plusar Helion 2 XP50 sind alle rund, haben aber unterschiedliche Symbole eingeprägt, um auch im Dunkeln erkennen zu können, welche man gerade bedient. Hier gefällt mir die klare Form beim Hikmicro Falcon FQ50 besser, das ist aber sicherlich Geschmackssache.

Das Hikmicro Falcon FQ50 verfügt über drei Bedienungstasten sowie eine Ein/Ausschalttaste, die hintereinander angeordnet sind.

Das Pulsar Helion 2 XP50 hat eine Bedientaste mehr, nämlich vier, und eine seitlich abgesetzte Ein/Ausschalttaste.

Bei beiden Wärmebildgeräten ist auch das Menü ähnlich aufgebaut und lässt sich nach kurzer Einarbeitung einfach und schnell bedienen. Beim Hikmicro in orange, beim Pulsar in blau abgesetzt.

Stromversorgung

Das Hikmicro Falcon FQ50 nutzt als Energiequelle einen auswechselbaren, kompakten Standard-Akku der Baureihe 18650, der mit 7 Stunden Laufzeit angegeben ist. Eine längere Laufzeit kann man aber leicht erreichen, in dem man den im Lieferumfang enthaltenen zweiten Akku mitführt. Das Laden ist mit USB-C-Kabel sowohl im Gerät wie auch in der Ladeschale möglich. 18650-Akkus gibt es auch günstig von verschiedenen Herstellern.

Das Pulsar Helion 2 XP50 wird mit dem systemeigenen, wechselbaren IPS-Akku mit einer Laufzeit von 8 Stunden betrieben. Die dafür notwendige Ladeschale ist im Lieferumfang enthalten. Der Wechselakku passt sich ergonomisch gut ins Gerät ein, ist aber relativ groß und schwer. Wer einen zweiten Akku möchte – was empfehlenswert ist – muss dafür ca. 100 € investieren.

Nach meinen beruflichen Erfahrungen mit optischen Geräten und deren Akkus kann man von den vom Hersteller angegebenen Laufzeiten mindestens 20% abziehen.

Bildqualität

Wie ich bereits eingangs schrieb – Bildvergleiche von Wärmebildgeräten lassen sich zuverlässig nur an den Geräten selbst beurteilen. Durch das Fotografieren oder Filmen mit dem Gerät selbst und der Kompression beim Hochladen ins Internet gehen viele Details verloren.

Das Hikmicro Falcon FQ50  verfügt erwartungsgemäß gegenüber dem  Pulsar Helion 2 XP50  über einen größeren Kontrastumfang, eine bessere Detailzeichnung und das Bild ist insgesamt heller.

Sonstige Features

Beide Geräte verfügen über internen Speicher mit der Möglichkeit, Fotos und Videos aufzunehmen, sowie eine Anbindung an eine App. Das Pulsar Helion 2 XP50 wird mit einer stabilen Tasche geliefert, das Hikmicro Falcon FQ50 mit einem Neoprenüberzug.

Mein Fazit

Erwartungsgemäß hat das Hikmicro Falcon FQ50 in Sachen Bildqualität durch den größeren Sensor eindeutig die Nase vorn. Man sollte aber nicht ausser Acht lassen, dass die Bildqualität des Pulsar Helion 2 XP50 immer noch sehr gut ist. Wer dieses Gerät besitzt, wird sich sicherlich schwertun, den finanziellen Verlust beim Umstieg in Kauf zu nehmen.

Hikmicro Falcon FQ50 Pulsar Helion 2 XP50
Erfassungsbereich 2600 m 1800 m
Größe 201x78x68 mm 242x75x60 mm
Gewicht betriebsbereit 636g 500g
Objektiv 50 mm / F0.9 50 mm / F1.0
Auflösung Sensor 640 x 512 640×480

Fex Ott, Oktober 2023

KategorienJagdspezi Beiträge Testberichte

Hikmicro Condor CQ50L und Hikmicro Falcon FQ50

 

Zwei Wärmebild-Spotter von Hikmicro

Vor kurzem habe ich an dieser Stelle einen Bericht über das Hikmicro Falcon FQ50 veröffentlicht, in welchem ich das Gerät mit meinem damals genutzten Pulsar Helion 2XP50 verglichen habe. Ein knappes Jahr nach Markteinführung der Falcon FQ-Serie – dem Flaggschiff der Hikmicro-Spotter – erscheint im Oktober 2023 mit der Condor CQL-Serie ein weiteres Wärmebildgerät von Hikmicro, diesmal ausgestattet mit einem Laserentfernungsmesser. Preislich liegt die Wärmebildkamera Condor CQL nur rund 200 € über der Falcon FQ – Grund genug, mir dieses Gerät einmal genauer anzuschauen.

Unabhängig von geschriebenen Texten und darin veröffentlichten Bildern und Filmen zum Thema Wärmebild  sollte man die in Frage kommenden Geräte immer selbst in Augenschein nehmen. Zum einen, weil insbesondere die in den Printmedien gedruckten oder im Internet gezeigten, durch das Gerät oder über das Zielfernrohr aufgenommenen Bilder nie die Qualität erreichen, die die Geräte in Wirklichkeit bieten. Zum anderen, weil jeder Jäger Wert auf andere Eigenschaften legt – beispielsweise die Bedienung der Geräte, die Art der Montage oder auch nur das optische Erscheinungsbild.

Oftmals werden zum Vergleich der optischen Leistungen die Foto- oder Filmaufnahmen herangezogen, die man mit Geräten selbst anfertigen kann. Dabei sollte man aber bedenken, dass die letztendlich in den Medien gezeigten Ergebnisse softwareabhängig sind und einem vielfältigen Kompressionsprozess unterliegen, bis sie beim Betrachter ankommen. Grundsätzlich kann man für alle Geräte sagen, dass das „Live-Bild“ deutlich detailreicher und schärfer ausfällt.

Die  Wärmebildkameras Hikmicro Condor CQ50L (oben) und Hikmicro Falcon FQ50 (unten).  Während das Condor durch die Anordnung der Schlaufe und deren Halterung eher für Rechtshänder gedacht ist, spielt das beim Falcon keine Rolle.

Erscheinungsbild, Tastenanordnung und Menüführung

In Größe, Länge und Gewicht und auch im Aufbau unterscheiden sich die beiden Wärmebildkameras deutlich. Das Hikmicro Falcon FQ50 ist rund, hat einen größeren Durchmesser, ein größeres Okular, eine runde Augenmuschel und ist schwerer. Das Hikmicro Condor CQ50L hingegen ist hochkant rechteckig und schlanker und trotz des zusätzlich vorhandenen Entfernungsmessers leichter. Die assymetrisch geformte Augenmuschel hat den Nachteil, dass man sie nach dem Aufnehmen des Gerätes immer wieder in die richtige Position drehen muss.

Die Tasten sind bei beiden leicht erreichbar auf der Oberseite angeordnet. Beim Hikmicro Falcon FQ50 ist die Powertaste von den anderen drei Tasten abgesetzt, beim Hikmicro Condor CQ50L sind alle auf derselben Ebene. Alle haben unterschiedliche Symbole eingeprägt, um auch im Dunkeln erkennen zu können, welche Taste man gerade bedient.

Das Hikmicro Falcon FQ50 verfügt über vier Bedienungstasten, die Powertaste ist abgesetzt.

Das Hikmicro Condor CQ50L hat ebenfalls vier Bedienungstasten in einer Ebene.

Die Menügestaltung der Condor- und der Falcon-Serie unterscheidet sich im Aufbau und in der Farbe, für meinen Geschmack ist die der Falcon-Serie etwas übersichtlicher, aber beide lassen sich nach kurzer Einarbeitung einfach und schnell bedienen. Die automatische Kalibrierung wird bei beiden Geräten geräuschlos durchgeführt.

Stromversorgung

Beide Gerät nutzen als Energiequelle einen auswechselbaren, kompakten Standard-Akku der Baureihe 18650, der für das Hikmicro Falcon mit 5 Stunden und für das Condor mit 4 Stunden Laufzeit angegeben ist. Eine längere Laufzeit erreicht man, in dem man den im Lieferumfang enthaltenen zweiten bzw. beim Condor zweiten und dritten Akku mitführt.

Das Laden ist mit USB-C-Kabel sowohl im Gerät wie auch in der Ladeschale möglich. 18650-Akkus gibt es übrigens auch günstig von verschiedenen Herstellern.

Nach meinen beruflichen Erfahrungen mit optischen Geräten und deren Akkus kann man von den vom Hersteller angegebenen Laufzeiten mindestens 20% abziehen.

Ich habe beim Hikmicro Falcon FQ50 bei aktivem Netzwerk, durchgängiger Nutzung und häufigen Foto- und Videoaufnahmen beim Ansitz bei einer Aussentemperatur von ca. 12 Grad eine Laufzeit von knapp 4 Stunden mit einem Akku erreicht.

Bildqualität

Wie ich bereits eingangs schrieb – Bildvergleiche von Wärmebildgeräten lassen sich zuverlässig nur an den Geräten selbst beurteilen. Durch das Fotografieren oder Filmen mit dem Gerät selbst und der Kompression beim Hochladen ins Internet gehen viele Details verloren.

Beide Geräten haben dem aktuellen Stand der Technik entsprechend eine hervorragende Bildqualität.

Sonstige Features

Beide Geräte verfügen über internen Speicher mit der Möglichkeit, Fotos und Videos aufzunehmen, sowie eine Anbindung an die Hikmicro Sight App. Das Falcon wird mit einem Köfferchen, Tragegurt, Handschlaufe und Neoprentasche geliefert, das Condor nur mit Handschlaufe und Neoprentasche. Das Ein- und Auspacken darin ist etwas fummelig für meinen Geschmack.

Der Objektivdeckel ist beim Condor aus Gummi, wird von einer Kordel gehalten und kann mittels integriertem Magnet an der Handschlaufe angedockt werden. Mir ist diese Lösung wesentlich angenehmer wie der Hartplastikdeckel bei Falcon und Thunder.

Der Bildschirm des Condor schaltet sich bei Schräglage automatisch ab – ein Feature, das man auch von Zielfernrohren kennt. Beim Falcon muss man dazu kurz auf die Powertaste drücken.

Mein Fazit

Bei identischen Werten von Sensor und Display unterscheiden sich die beiden Kameras in Sachen Bildqualität nicht. Das neue Condor ist etwas lichtschwächer und hat mit 3.0 eine etwas größere Grundvergrößerung, wobei aber 2.8 im Display angezeigt wird. Bemerkbar macht sich der Gewichtsunterschied von knapp 200g – bei der Pirsch freut man sich über jedes Gramm weniger, was man mitschleppen muss.

Die Entfernungsschätzung nachts auf freiem Feld ist nicht einfach – da ist das Condor mit seinem Entfernungsmesser, der bis 1000m misst, ideal geeignet. Für den Ansitz an der Kirrung im Wald – hier wird man die Versionen mit 25 oder 35 mm-Objektiv bevorzugen – reicht meines Erachtens die Falcon-Serie ohne Entfernungsmesser.

Hikmicro Condor CQ50L Hikmicro Falcon FQ50
Erfassungsbereich 2600 m 2600 m
Größe 197x60x95 mm 201x78x68 mm
Gewicht betriebsbereit 450g 636g
Objektiv 50 mm / F1.0 50 mm / F0.9
Vergrößerung 3.0 2.6
Auflösung Sensor 640×512, 12µm 640×512, 12µm
NETD < 20mK < 20mK
Betriebszeit 4 Stunden 5 Stunden

Fex Ott, November 2023

 

KategorienTestberichte

Großer Testbericht Hikmicro Wärmebild-Handgerät

Wir möchten ein dickes DANKESCHÖN an unsere passionierten Tester: hunt.together aussprechen !!!

Kim & Alex sind 2 passionierte JungJäger die Euch einen neutralen Einblick geben….

 

HikMicro – neuer Stern am Nachthimmel?

Was erwartet mich beim neuen Hersteller HikMicro ?

Wer ist HikMicro ?

HikMicro ist die Wärmebildmarke des seit 2001 im Sicherheitsbereich tätigen Unternehmen HikVision. Mit mehr als 40.000 Mitarbeitern und weltweit 59 Standorten findet sich hier viel Know- How. Dieses Know.How will HikVision mit seinen HikMicro Produkten für die Jagdbranche zugänglich machen.

Produktübersicht

HikMicro bietet für jedes Budget das passende Gerät. Die Einsteigerklasse beginnt mit dem HikMicro OWL Series 6 zum Einsteigerpreis von ca. 485€. Mit dem Topmodell HikMicro OWL Series 36 für ca. 2.690€ liefert HikMicro ein High-End Gerät mit vielen Features und herausragenden Spezifikationen.

Unser Test umfasst 5 verschiedene Modelle:

  • HikMicro OWL Series 6 – 485€
  • HikMicro Lynx LH15 – 1.299€
  • HikMicro Lynx LH25 – 1.799€
  • HikMicro OWL OH 35 – 1.999€
  • HikMicro OWL Series 36 – 2.990€

Alle Modelle verfügen über ein Wi-Fi Modul, 4 Farbmodi (White Hot, Black Hot, Fusion (Sepia), Red Hot), USB-C Anschluss und eine Foto- & Videofunktion.

Optik & Handhabung

Optisch ähneln sich die 3 Modelle:

HikMicro OWL Series 6, HikMicro Lynx LH15 und HikMicro Lynx LH25. Alle 3 Geräte sind schwarz und konisch geformt.

Sie haben jeweils 4 Knöpfe als Bedienelemente:

  1. Ein-/Ausschalter
  2. Foto
  3. Menü
  4. Zoom

Alle Modelle verfügen über ein Drehrad seitlich am Okular zur Dioptrienverstellung sowie einem Objektivklappe zum Schutz des Objektivs, welches mit einer Gummilasche am Gerät befestigt ist. Die Augenmuschel ist mit einem gummierten Ring versehen, der unserer Meinung nach hätte etwas anders ausgearbeitet sein sollen. Als Brillenträger ist dieser nicht besonders gut, eher störend.

Diese Maße & das Gewicht der 3 Geräte sind top, sie finden schnell in der Jackentasche Platz und sind sehr leicht. Das macht eine längere Nutzungsdauer sehr angenehm.

Die Modelle HikMicro OWL OH 35 & HikMicro OWL Series 36 (OQ35) unterscheiden sich optisch und von den Bedienelementen von den ersten drei Modellen.

Sie haben jeweils 5 Knöpfe als Bedienelemente:

  1. Ein-/Ausschalter
  2. Modus (Farbpalette)
  3. Foto
  4. Menü
  5. Zoom

Beide Modelle verfügen über eine Dioptrienverstellung mittels eines Drehrads an der Oberseite des Gehäuses. Das Objektiv kann durch drehen schnell scharfgestellt werden und lässt sich gut greifen und drehen. Ebenfalls ist eine Objektivklappe vorhanden die am Gerät befestigt ist. Leider hält diese nicht besonders fest und fällt leicht vom Objektiv ab. Die Maße und das Gewicht der beiden Geräte unterscheiden sich deutlich von den 3 kleineren Modellen, trotzdem lassen sich beide angenehm Verwenden.

HikMicro OWL Series 6

Preis: ca. 485€ 

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Technisches:

Das HikMicro OWL Series 6, verfügt über einen 160x120px Sensor mit NETD <35 mK. Der Pitch liegt bei 17 μm.
Das Objektiv hat einen Durchmesser von 6,2mm und einer Brennweite von 1.1
Manueller Fokus am Objektiv: nein

Gewicht: 250g Akkulaufzeit: bis zu 10h

Praxisbericht:

Das Einblicken in die Wärmebildkamera könnte etwas besser sein, da das Display relativ klein ist. Zur Identifikation von Wild auf kurze Distanzen ist dieses Modell jedoch ausreichend. Bis zu 50m kann hier noch Wild angesprochen werden. Beim Pirschen lässt sich Wild auch auf etwas größere Entfernung noch aufspüren, nur zum Ansprechen muss man dann doch etwas näher ran. Das Gerät ist klein, handlich und hat eine lange Akkulaufzeit. Außerdem lässt es sich aufgrund des geringen Gewicht angenehm und lange nutzen.

OWL6 30mOWL6 100mOWL6 200m

 

Für wen ist sie die richtige Wahl ?
Du hast ein begrenztes Budget und jagst fast ausschließlich im Wald auf Kirrungsdistanz? Dann könnte die OWL Series 6 für dich ausreichend sein. Gehst du jedoch häufig im Feld auf die Pirsch, empfehlen wir auf ein höherpreisiges Produkt auszuweichen.

Hinweis

Bildqualität entspricht nicht zu 100% der Qualität beim Durchschauen. Die Aufnahmen sind immer etwas schlechter als das Live-Bild.

HikMicro Lynx LH15

Preis: ca. 1.299€

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Technisches:

Das HikMicro Lynx LH15, verfügt über einen 384x288px Sensor mit NETD <35 mK. Der Pitch liegt bei 12 μm.
Das Objektiv hat einen Durchmesser von 15mm und einer Brennweite von 1.0 Grundvergrößerung; 1,47x

Manueller Fokus am Objektiv: nein Gewicht: 290g
Akkulaufzeit: bis zu 7,5h

Praxisbericht:

Für ca. 1.200€ erhält man eine kompakte, leichte Wärmebildkamera mit einem 12 μm Pitch der für ein sehr sauberes Bild sorgt. Auf 200m lässt sich noch gut erkennen was man vor sich hat und auf weitere Entfernungen zeigt diese Kamera noch deutlich erkennbar an, dass sich etwas vor einem befindet. Die Bildqualität ist wirklich gut und man kann viele Details erkennen. Nur auf größere Distanzen hat die Kamera ihre Schwierigkeiten.

LH15 30mLH15 100mLH15 200m

Für wen ist sie die richtige Wahl?
Für die Jagd im Wald ist diese Kamera perfekt, aber auch für den Ansitz in Einstandsnähe. Auf 200m lässt sich Wild gut erkennen, sobald es in Schussdistanz herantritt auch ordentlich ansprechen. Wenn du nur hin und wieder auf die Pirsch gehst und eher vom Ansitz jagst bist du mit der LH15 gut beraten. Auf die Schnelle das Revier „absuchen“ funktioniert trotzdem gut, nur zum genaueren Ansprechen muss man dann näher ran.

Hinweis

Bildqualität entspricht nicht zu 100% der Qualität beim Durchschauen. Die Aufnahmen sind immer etwas schlechter als das Live-Bild.

HikMicro Lynx LH25

Preis: ca. 1.799€

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Technisches:

Das HikMicro Lynx LH25, verfügt über einen 384x288px Sensor mit NETD <35 mK. Der Pitch liegt bei 12 μm.
Das Objektiv hat einen Durchmesser von 25mm und einer Brennweite von 1.0
 Grundvergrößerung: 2,45x

Manueller Fokus am Objektiv: ja
 Gewicht: 300g
Akkulaufzeit: bis zu 7,5h

Praxisbericht:

Die Lynx LH25 liefert ein richtig detailreiches Bild und kann auch auf weitere Entfernung überzeugen. Sie ist klein, leicht und handlich und bietet alles was große Wärmebildkameras auch bieten. Leider ist das Einblickverhalten in die Kamera nicht so perfekt wie bei größeren Modellen, trotzdem macht die Nutzung viel Spaß. Die Bilder zeigen deutlich wie gut die Qualität der Kamera und des Sensors ist.

Für wen ist sie die richtige Wahl?

Die Lynx LH25 ist für jeden der ein optisch sehr gutes Bild in einem kleinen, leichten Gerät sucht, genau richtig. Wenn man bereit ist für die kleinen Abmaße und das niedrige Gewicht auf ein nicht perfektes Einblickverhalten zu verzichten, dann ist man mit der LH25 gut beraten. Bei der Waldjagd, Pirsch und im Feld macht diese Wärmebildkamera eine gute Figur. Vor allem die kompakte Form macht sie sehr interessant.

Hinweis

Bildqualität entspricht nicht zu 100% der Qualität beim Durchschauen. Die Aufnahmen sind immer etwas schlechter als das Live-Bild.

HikMicro OWL OH35

Preis: ca. 1.999€

Technisches:

Das HikMicro OWL OH35, verfügt über einen 384x288px Sensor mit NETD <35 mK. Der Pitch liegt bei 17 μm.
Das Objektiv hat einen Durchmesser von 35mm und einer Brennweite von 1.0
 Grundvergrößerung: 2,3x

Manueller Fokus am Objektiv: ja
 Gewicht: 500g
Akkulaufzeit: bis zu 7h

Praxisbericht:

Die OWL OH35 ist deutlich größer und schwerer als die Lynx Produkte von HikMicro. Sie hat eine vergleichbare Größe wie viele andere Modelle auf dem Markt (Xeye, Keiler, etc.). Durch den abgeflachten Boden liegt diese aber stabiler, dadurch rollt sie nicht vom Armaturenbrett im Auto oder auf der Ablage in der Kanzel. Durch das Okular lässt sich sehr gut auf das große Display blicken. Das macht langes Beobachten angenehm. Die Bildqualität ist gut und bietet auch auf weitere Entfernung ein ausreichendes Bild um zu erkennen um was es sich handelt.

Für wen ist sie die richtige Wahl?
Alle die, die eine Wärmebildkamera im mittleren Preissegment suchen sind hier genau richtig. Das Preis-/Leistungsverhältnis der OWL OH35 ist sehr gut. Sie bietet eigentlich für alle jagdlichen Bereiche die passende Leistung. Von der Jagd im Wald bis zum Aufspüren von Wild im Feld beim Vorbeifahren. Wir können diese Wärmebildkamera auf jeden Fall allen die auf der Suche nach einer Wärmebildkamera sind empfehlen.

Hinweis

Bildqualität entspricht nicht zu 100% der Qualität beim Durchschauen. Die Aufnahmen sind immer etwas schlechter als das Live-Bild.

HikMicro O

WL Series 36 (OQ35)

Preis: ca. 2.999€

 

 

 

 

 

 

 

 

Technisches:

Das HikMicro OWL Series 36, verfügt über einen 640x512px Sensor mit NETD <35 mK. Der Pitch liegt bei 17 μm.
Das Objektiv hat einen Durchmesser von 35mm und einer Brennweite von 1.0 Grundvergrößerung: 1,4x

Manueller Fokus am Objektiv: ja Gewicht: 500g
Akkulaufzeit: bis zu 5,5h

Praxisbericht:

Optisch unterscheidet sie sich nicht von der OH35 doch der größere Sensor macht sich in der optischen Leistung deutlich bemerkbar. Bei der Revierfahrt schnell die Felder überschauen, kein Problem. Wild genau ansprechen, kein Problem. Mit der OQ35 ist man für alle jagdlichen Situation egal ob Nah oder Fern gewappnet. Wir sind hier von der optischen Leistung mehr als überzeugt. Lohnt sich der Aufpreis zur OH35? Wenn man keine Abstriche machen will, ja! Wenn man ein begrenztes Budget hat, nein.

Für wen ist sie die richtige Wahl?
Wenn du das Maximum an Qualität und keine Abstriche machen willst, dann ist die OWL Series 36 / OQ35 die passende Wärmebildkamera. Sie bietet für jedes Revier die nötige Leistung und es sollten keine Wünsche offen bleiben.

Hinweis

Bildqualität entspricht nicht zu 100% der Qualität beim Durchschauen. Die Aufnahmen sind immer etwas schlechter als das Live-Bild.

Einsatzbereiche

Gerät / Modell

Kirrung

Pirsch

Feldjagd

HikMicro OWL Series 6

•••

HikMicro Lynx LH15

•••

••

HikMicro Lynx LH25

•••

•••

••

HikMicro OWL OH 35

•••

•••

•••

HikMicro OWL Series 36 / OQ35

•••

•••

•••

Legende:
••• = sehr gut einsetzbar
•• = gut einsetzbar
• = einsetzbar
– = nicht das richtige Gerät

Smartphone App / Datenübertragung

Die Kameras verfügen über eine Foto- sowie Videofunktion. Welche per USB-Kabel oder mit der T-Vision App betrachtet oder Übertragen werden können.

Die Übertragung mit USB-Kabel ist denkbar einfach. Kamera einschalten, Kamera per Kabel mit dem Computer verbinden und schon erscheint ein Ordner mit den jeweiligen Bildern.

Soll die Kamera mit dem Smartphone verbunden werden benötigt man die T-Vision App. Das WLAN der Wärmebildkamera wird im Menü auf der Kamera aktiviert. Danach verbindet man das Smartphone mit diesem WLAN und kann nun mit der App auf die Kamera zugreifen. Man kann sich die Bilder und Videos betrachtet, aber auch das Smartphone als Display verwendet im Live- View. Das ist natürlich super, wenn man zu Zweit unterwegs ist. Die App könnte gerne etwas hochwertiger / moderner und umfangreicher sein, tut jedoch was sie soll.

Was könnte besser sein?

Natürlich gibt es auch immer Punkte die besser umgesetzt werden könnten:

HikMicro OWL Series 6, HikMicro Lynx LH15 und HikMicro Lynx LH25

  • schlechteres Einblickverhalten als die beiden großen Modelle
  • unangenehme Augenmuschel (vor allem für Brillenträger)
  • integrierter Akku, kein Wechselakku

HikMicro OWL OH 35 & HikMicro OWL Series 36 (OQ35)

  • relativ lautes Klacken des Sensors beim Justieren
  • Objektivabdeckung hält nicht fest am Objektiv
  • integrierter Akku, kein Wechselakku

Fazit

HikMicro bietet gute Qualität zu einem fairen Preis. Für jeden Einsatzbereich und jedes Budget gibt es das passende Gerät. Von der Kirrungsjagd sowie dem Aufspüren von Wild über große Feldflächen findet hier jeder das passende Gerät. Jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile und nicht alles ist perfekt. Trotzdem kann man die Geräte mit bestem Gewissen weiterempfehlen.
Wir hoffen, dass die Vorstellung und der Test euch weiterhilft, das jeweils richtige Gerät für dich zu finden.

KategorienTestberichte

Testbericht Dedal NV 555

Ich kann mich nur immer wieder bedanken… !

Fex, damit spreche ich Dich an… deine unabhängigen und neutralen Beiträge sind aus der Praxis und sollten jedem eine Hilfestellung darstellen. Ein dickes Dankeschön und bis zum nächsten gemeinsamen Projekt !!!

Ein Tipp von uns, schaut Euch die Website „jagd-Stromberg.de“ an, es lohnt sich !!!

Dedal NV 555

Restlichtverstärker-Vorsatzgerät

Der Markt für Nachtsichtgeräte – sei es nun Wärmebild-Vorsatzgeräte oder Restlichtverstärker – ist mächtig in Bewegung geraten. Nicht zuletzt die drohende Afrikanische Schweinepest haben den Gesetzgeber dazu veranlasst, diese Technik zur Jagd freizugeben. Leider nicht in allen Bundesländer einheitlich, und auch nur als sogenannte Dual-Use Geräte anstelle von echten Nachtzielgeräten mit eigenem Absehen.

HINWEIS: Die aktuelle Rechtslage verbietet leider – außer in Bayern, die nach wie vor eine behördliche Beauftragung erteilen – den Einsatz von IR-Strahlern in Verbindung mit Restlichtverstärkern.

Damit einhergehend hat ein immer kürzerer Produktzyklus – den es bei anderen optischen und technischen Geräten schon seit längerem gibt – auch in der Jagd Einzug gehalten. Ich sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend deswegen, weil die Technik sich immer weiter verbessert; wer heute noch ein Nachtsichtgerät der ersten Generationen kennt oder gar besitzt, dem werden beim Vergleich mit den heutigen Geräten die Augen ausfallen. Weinend, weil man heute ein Gerät für immerhin 6.000 € erwirbt, dessen Nachfolger bereits in den Startlöchern steht.

Vor wenigen Monaten hatte ich zwei Restlichtverstärker von Nightlux, das JSA NV M.A.U.  und das damalige Flaggschiff von Dedal, das Dedal 552 miteinander verglichen. Und dabei wäre es auch für lange Zeit geblieben, hätte nicht Frank Kleimann von Jagdspezi dermaßen vom Nachfolger Dedal NV 555 geschwärmt. Insbesondere seine Aussage, dieser Restlichtverstärker würde ohne IR-Strahler auskommen und damit der aktuellen Rechtslage entsprechen, hatte mich neugierig gemacht.

Eines vorweg – unabhängig von geschriebenen Texten und darin veröffentlichten Bildern zum Thema Nachtsicht sollte man die in Frage kommenden Geräte immer selbst in Augenschein nehmen. Zum einen, weil insbesondere die in den Printmedien gedruckten oder im Internet gezeigten, durch das Zielfernrohr aufgenommenen Bilder nie die Qualität erreichen, die sie in Wirklichkeit haben. Zum anderen, weil jeder Jäger Wert auf andere Eigenschaften legt – sei es die Bedienung der Geräte, die Art der Montage oder auch nur das optische Erscheinungsbild.

Viele Hersteller und Händler bieten neben Messen und Seminaren, wo man die Geräte in die Hand nehmen kann, auch die Möglichkeit, sich das gewünschte Modell leihweise nach Hause schicken zu lassen – insbesondere zu Corona-Zeiten eine gute Gelegenheit für ausführliche Tests.

Restlichtverstärker bauen weit nach vorne auf und verändern das Gleichgewicht einer ausbalancierten Waffe. Ein knappes Kilo mehr macht sich auf einer Pirsch durchaus bemerkbar, insbesondere dann, wenn man die Waffe immer wieder aufnehmen und absetzen muss. Es bleibt im Gesamtbild immer noch eine Krücke im Vergleich mit einem reinen Nachtzielgerät, das ja schließlich auch nichts anderes tut – nämlich die Möglichkeit bieten, eine sichere Zielsprache zu tätigen und einen sauberen Schuss anzubringen.

Restlichtverstärker Dedal NV 555.

Erscheinungsbild und Schalteranordnung

Röhren-Restlichtverstärker sind einfach zu handhaben. Die Geräte haben einen Ein/Ausschalter, einen Schärferegler und gegebenenfalls noch einen Drehregler oder Knopf für die Steuerung der Helligkeit. Es gibt kein Menü für irgendwelche Einstellungen. Die Bedienung eines externen IR-Strahlers erschöpft sich im Ein- und Ausschalten und im Verändern des Lichtkreises.

Beim Dedal NV 555 ist der Ein/Ausschalter  – der gleichzeitig die Helligkeit steuert –  als Druckknopf ausgeführt und mittig auf dem Gerät angebracht. Er ist gummiert und hat eine Erhöhung, damit man ihn im Dunkel leicht tasten kann. Durch langes Drücken wird das Gerät ein- oder ausgeschaltet, kurzes Drücken regelt die Helligkeit in vier Stufen. Weiter vorne befindet sich der Drehknopf für die Schärfeeinstellung. Dieser ist als Endlosfokussierung ohne Anschlag ausgeführt: es spielt keine Rolle, in welche Richtung man dreht, es stellt immer scharf. Eine Schiene zur Befestigung externen IR-Strahlers ist auf der linken Seiten angebracht. Das Batteriefach befindet sich rechts, der Schraubverschluss ist mit einem Fangriemen gesichert.

Beim Dedal NV 555 ist der Power- und Helligkeitsschalter auf der Oberseite angebracht. Das Batteriefach befindet sich auf der rechten Seite, links ist eine Schiene zur Befestigung eines Brackets für einen externen IR-Strahler.

Beim Dedal NV 555 kann man die Treffpunktlage per Klicks horizontal und vertikal korrigieren.

Wiederholgenauigkeit

Bei Restlichtverstärkern mit Röhre sollte sich eigentlich die Treffpunktlage der Waffe nicht verändern. Ein Kontrollschiessen vor dem ersten jagdlichen Einsatz ist dennoch Pflicht! Das Gerät sollte immer an derselben Stelle am Zielfernrohr angebracht werden und fest sitzen. Die Adapter der meisten Hersteller lassen sich mit einem Sechskantschlüssel einstellen.

Bislang musste man die Geräte bei einer Treffpunktverlagerung – wie es z.B. nach einem Sturz oder hartem Kontakt mit der Kanzelwand passieren kann – zum Händler einsenden. Beim Dedal NV 555 kann man das – analog wie bei einem Zielfernrohr – selber bewerkstelligen. Eine veränderte Treffpunktlage lässt sich einfach durch ein paar Klicks sowohl horizontal wie auch vertikal korrigieren.

Das Dedal NV 555 verfügt über vertikale und horizontale Verstellmöglichkeiten der Treffpunktlage, wie man es von Zielfernrohren her kennt.

Bildvergleich

Bei meinen bisherigen Tests habe ich immer Vergleichsbilder verschiedener Geräte an dieser Stelle veröffentlicht. Dieses Mal verzichte ich aber darauf, weil die im Internet veröffentlichten Bilder bei weitem nicht die wirkliche Qualität erkennen lassen – es gehen zu viele Details bei der Aufnahme durchs Zielfernrohr, durchs Herunterrechnen fürs Web und die Komprimierung verloren. Deshalb an dieser Stelle nochmals der Hinweis – schaut euch die Geräte bei einem Fachhändler wie Jagdspezi selbst an, um einen wirklichen Eindruck der Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Stromversorgung

Das Gerät nutzt als Stromquelle eine CR123-Batterie. Dedal gibt eine Betriebsdauer von 60 Stunden an. Da man das Gerät nur für den Schuss einschaltet, sollte die Batterie lange halten. Ich empfehle dennoch immer eine Reservebatterie mitzuführen.

Mein Fazit

In Sachen Bedienung ist für mich die herausstechende Eigenschaft des Dedal NV 555 die Möglichkeit, die Treffpunktlage selbst korrigieren zu können. Es ist ausserdem der erste Restlichtverstärker, der in der Praxis tatsächlich ohne zusätzlichen IR-Strahler auskommt und damit den aktuell geltenden Gesetzen entspricht.  Inwieweit diese Tatsache bei den sich in ständigem Fluss befindlichen Bestimmungen von Bedeutung bleibt, muss man abwarten. Vorteilhaft ist es allemal, wenn man auf das zusätzliche Gewicht von IR-Strahler samt Bracket verzichten kann.

Bekanntlich ist das Bessere der Feind des Guten. Wer sich heute für ein Restlichtverstärker-Vorsatzgerät entscheidet, dem sei ganz klar das Dedal NV 555 ans Herz gelegt.

Fex Ott, März 2021

#jagd im Stromberg

KategorienTestberichte

Testbericht Wärmebildvorsatz GT Oberon LRF

Ein praxiserfahrener und passionierter Tester hatte den neuen Wärmebildvorsatz ca. 3 Monate im Einsatz…

Seine Meinung ist neutral und hat schon vielen Kunden geholfen… Hier findet Ihr einen guten Bericht mit seiner Erfahrung: 

Guntech Oberon LRF

Ein neues Flaggschiff auf dem Markt?
Die Technik des Wärmebildvorsatzgeräts entspricht neusten technischen Standards.
Doch hält das Gerät was es verspricht?

Auf diese Frage möchte ich in diesem Bericht genauer eingehen. Wie immer basieren alle Aussagen auf meiner persönlichen Meinung und auf meinen Erfahrungen mit dem Gerät im Jagdalltag.

Kurz zum Gerät: es handelt sich um ein Gerät welches quasi Vollausgestattet ist. Aufnahmefunktion, hohe Akkulaufzeit und die Kirsche auf der Sahne – ein integrierter Entfernungsmesser.

Zur Vollausstattung kommt außerdem die kompakte Bauweise, die intuitive Bedienung und die sehr gute Bildqualität hinzu.

Mein Bericht würde ich gerne wie folgt aufbauen:

Vom auspacken des Geräts bis zur intensiven Nutzung im Jagdalltag.

Das Gerät kommt gut verstaut in einer mitgelieferten Tasche. Die Tasche ist ausgestattet mit einem Trageriemen (optional) und guten Möglichkeiten um kleinere Sachen zu verstauen.

Das Gerät wird mit 2x 18650 Akkus betrieben. Die Möglichkeit für erschwingliche Wechselakkus ist also definitiv gegeben. Somit steht ausgiebigen Ansitzen und Pirschgängen nix im Weg.

Das Gerät kann also nun kinderleicht über die Powertaste in Betrieb genommen werden.
Die Menüführung ist so clever wie auch simpel.
Mehrere Einstellungsmöglichkeiten, verschiedene Schützenprofile und vieles mehr.

Der nächste Schritt ist das Kontrollschießen. Um das Gerät sicher auf die Optik klemmen ( Gesetzgebung bitte beachten) zu können, ist ein entsprechender Adapter – z.B von Rusan nötig.

Ich habe das Gerät an einem sicheren Ort im Revier eingeschossen. Dazu habe ich auf eine Zielscheibe ein handelsübliches Wärmepad geklebt und einen Schuss abgegeben. Noch besser ist es, eine Gruppe von beispielsweise 3 Schuss abzugeben und dann die Justierung vorzunehmen. Das Justieren wird spielend einfach über das Menü gemacht. Nach dem die Justierung erfolgt war, schoss ich erneut und war mit dem Ergebnis zufrieden. Zum Testen habe ich das Gerät einmal herunter genommen und noch einmal neu geklemmt. Auch hier war der Schuss passend. Beim klemmen sollte man jedoch darauf achten, das Gerät präzise auf die Optik zusetzen um mögliche Abweichungen zu vermeiden.

Nach dem die Waffe bzw. das Gerät schießt, habe ich mich mit dem LRF – Laser Range Finder beschäftigt.
Um diesen zu testen, habe ich mir verschiedene Punkte im Revier gesucht und gelasert. Um einen Referenzwert zu bekommen, hatte ich mein Fernglas mit LRF dabei. Die Werte stimmten auch hier bestens überein.

Mein erster Eindruck nach wenigen Stunden war sehr positiv. Ein gut funktionierendes, kompaktes und leicht zu bedienendes Gerät.

Nach dem nun alles genauestens überprüft war, konnte es mit gutem Gewissen zur Jagd gehen.

Der erste Anblick war ein Waschbär an der Kirrung auf ca 70m. Dieser war klar und deutlich zu erkennen und der LRF( Laser Range Finder) funktionierte auch tadellos. Hierbei ist anzumerken das der LRF jedoch seine Vorteile auf der offenen Feldflur ausspielt.

Nach dem an der Kirrung auch nach einer weiteren Stunde nix passierte, entschied ich mich den Neozoen zu entnehmen. Ich stellte das Gerät noch einmal scharf (Fokussierrad vorn am Gerät) und lies fliegen. Der Schuss passte und das Stück lag im Feuer. Das erste Waidmannsheil mit dem Gerät. Alles hat gepasst und überzeugte auf ganzer Linie.

Der Abend war jedoch noch jung und ich entschied mich, die Felder noch einmal abzuglasen. Nahe der Reviergrenze entdeckte ich eine Rotte Sauen. Ca 15 Stück und im Schlepptau einen Überläuferkeiler. Nach großzügigen umschlagen, kam ich langsam auf Schussentfernung. Die Rotte wechselte jedoch über die Straße ins Nachbarrevier. Nur das Keilerchen stand passend. Ich machte mich auf dem Schießstock fertig und drückte den Knopf des LRF. Eine Zahl welche ich nicht erwartet hatte, tauchte im Display auf- 140m. Mir persönlich zu weit und ich merkte, wie leicht man sich im Feld doch verschätzt. Also näher ran dachte ich mir. Leider folgte auch das Keilerchen der Rotte. Chance vorbei.

Das Gerät begleitete mich noch auf unzählige Ausgänge, sowohl im Wald als auch im Feld.
Im Feld kann ich jedem den LRF nur empfehlen. Ein absolut geniales Feature für den Feldjäger.
Verschätzen ist somit ein Tabu. Man weiß in jeder Situation wie weit das Stück entfernt steht.

Zur Jagd im Wald:

Im Wald stand ich bisher Wärmebildvorsatzgeräten skeptisch gegenüber.
Ich war der Meinung das man Bewuchs und andere Hindernisse im Ziel nur schwerlich erkennt. Ich wurde jedoch eines besseren belehrt. Durch die gute Bildqualität des Geräts erkennt man auch Hindernisse im Ziel gut. Sicherlich hat ein Nachtischgerät die Nase hier ein klein wenig vorn, aber man läuft auch mit dem WBVG nicht Gefahr durch 10 m Gestrüpp zuschießen.
Im Wald habe ich den Entfernungsmesser eher weniger gebraucht, da ich hier die Entfernungen kenne oder besser einschätzen kann.
Dennoch ist es stets ein nettes Feature die Entfernung messen zu können.

Fazit:

Mein Fazit zu diesem Gerät. Man bekommt ein Gerät welches keine Wünsche offen lässt.
Gute Bildqualität, LRF, Aufnahmefunktion intuitive Bedienung, hohe Akkulaufzeit, erschwingliche Wechsel- Akkus, Präzises Gerät und das Ganze zu einem dennoch erschwinglichen Preis. Auch die Aufnahmefunktion welche ich sehr gerne nutze, funktioniert tadellos. Man kann die Stücken also vor, während und auch nach dem Schuss filmen. Das Ganze hat mehrere Vorteile. Treffersitz, zeichnen des Stücks, Fluchtrichtung erkennen uvm..
Außerdem ist das Gerät auch als sogenanntes Dual- Use Gerät einsetzbar. Ich kann es also sowohl als Handgerät als auch als Vorsatzgerät nutzen.
Abschließend kann ich sagen, ich habe das Gerät sehr gerne im Einsatz und bin von meiner anfänglichen Skepsis gegenüber WBVG geheilt. Mit dem Gerät ist absolut waidmännisches Waidwerken möglich. Die durchdachte Technik in Kombination mit kompakter Bauweise macht es möglich, auch über weitere Strecken pirschen/jagen zu können.
Ich kann das Gerät nach intensiven Praxistests definitiv empfehlen. 


(Standardpatrone Kaliber 8x57IS als Größenvergleich)

KategorienTestberichte

Testbericht Pulsar Axion XQ38

Top Leistung im Hosentaschen-Format

Pulsar Axion XQ38

 

Lieferumfang

Die Axion XQ38 wird in einer hochwertigen weißen Box mit Magnetverschluss geliefert und
beinhaltet alles wichtige. Die Axion XQ38, einen Akku, Ladegerät mit Platz für 2 Akkus, Kabel inkl.
Stecker, ein Tuch zum Reinigen der Linsen und eine praktische Tasche.

 

Erster Eindruck

Erster Eindruck der Axion XQ38 beim Auspacken – top! Das Aluminiumgehäuse mit gummierten
Flächen ist sehr hochwertig verarbeitet. Die Knöpfe sind sehr griffig und lassen sich einfach und
genau bedienen. Der Akku lässt sich einfach und schnell einsetzen, so können Akkus unterwegs
schnell getauscht werden. DieBedienung der Knöpfe und der Akkuwechsel funktionieren auch im
dunkeln sehr einfach, so das man schnell auf die verschiedenen Situationen reagieren kann.

 

Axion Button 1

Die Technik

Auf die technischen Daten möchte ich hier nicht eingehen, diese sind ja bereits bekannt und
lassen sich überall nachlesen. Die Software sollte jedem Pulsarbesitzer bekannt sein, für mich als
Pulsar-Neuling, war nach wenigen Minuten jedoch alles einleuchtend und die Bedienung
funktioniert fast intuitiv. Nach einigen Einsätzen ist die Bedienung in Fleisch und Blut
übergegangen und die Axion lässt sich im Schlaf bedienen.
Die Axion XQ38 im Einsatz
Sicher verpackt in der mitgelieferten Tasche findet die kleine Axion in jedem Jagdrucksack platz.
Beim Aufspüren von Wild zum Beispiel beim Pirschen oder zum Ansprechen vom Hochsitz liefert
die Axion genau das was man von ihr erwartet. Sauberes, klares & detailreiches Bild. Fährt man
mit dem Auto durch das Revier kann man sich schnell ein Überblick verschaffen, da das Sehfeld
trotz 3,5-facher Grundvergrößerung groß ist. Die Grundvergrößerung von 3,5 sind zum Absuchen
der Felder und die Jagd an der Kirrung gut geeignet.

Härtetest

Sicher lässt sich das Auffinden von Wild mit den meisten Wärmebildkameras gut bewerkstelligen.
Doch in vielen Situationen wie schlechten Witterungsverhältnissen geraten viele an ihre Grenzen.
So ging es für einen Härtetest auf einen Ansitz im Nebel. Je später es wurde, desto mehr Nebel
zog auf. Trotzdem lieferte die Axion ein gutes Bild und das Ansprechen einer Wildkatze stellte kein
Problem da.

 

Axion Seite

 

Smartphone App / StreamVision

Die Axion XQ38 kann über ein eigenes WLAN mit der StreamVision App auf dem Smartphone
verbunden werden. Hier kann das Live Bild dargestellt werden, aufgenommene Fotos & Videos
gespeichert und geteilt werden. Die App & die Verbindung funktionieren ok, ich hoffe, dass Pulsar
hier noch etwas an der Performance arbeitet, dass die Verbindung und Datenübertragung stabiler
laufen. Bilder & Videos können jedoch auch über ein USB-Kabel auf den Computer übertragen
werden.

 

Fazit

Für einen Preis von knapp unter 2.000€ erhält man mit der Pulsar Axion XQ38 genau das, was
man braucht. Eine Leistungsstarke, funktionale und handliche Wärmebildkamera, die in
eigentlichen allen jagdlich relevanten Bereichen gute Arbeit leistet. Ich bin persönlich sehr
zufrieden mit der Wahl und freue mich auf reichlich Waidmannsheil mit der Axion.
KategorienTestberichte

Testbericht Nightlux NV PVS Mono

Ich freue mich jedesmal wenn Fex Ott nach Produkten fragt… er testet nicht nur, sondern  gibt seine ehrliche Meinung aus der Praxis wieder… Lest gerne seine Eindrücke zu dem  Nachtsicht Aufsatzgerät (Okularbooster) und die Unterschiede zum Vorsatzgerät…

Nightlux NV PVS Mono Nachtsichtgerät

Restlicht-Verstärker: Aufsatz statt Vorsatz

Wer kennt das nicht? Die mit der Wärmebildkamera entdeckte Rotte im Getreide bewegt sich leider in die falsche Richtung und man muss hinterher pirschen. Mit Pirschstock und dem ganzen schweren Gerät, dem Gewehr mit montiertem Vorsatz – egal ob Wärmebild oder Restlicht – ist das insbesondere in den schwülen Sommernächten wie 2020 wahrlich kein Vergnügen. Warum also nicht ein kleines und leichtes Aufsatzgerät am Okular verwenden?

Bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass die Auswahl an Vorsatzgeräten deutlich größer ist und die Röhren-Aufsatzgeräte anscheinend nur ein Nischenprodukt darstellen. Folglich fiel die Auswahl nicht schwer, ich habe mich  auf Empfehlung von Frank Kleimann von Jagdspezi für das Nightlux NV PVS Mono entschieden.

Eines vorweg – unabhängig von geschriebenen Texten und darin veröffentlichten Bildern zum Thema Nachtsicht sollte man die in Frage kommenden Geräte immer selbst in Augenschein nehmen. Zum einen, weil insbesondere die in den Printmedien gedruckten oder im Internet gezeigten, durch das Zielfernrohr aufgenommenen Bilder nie die Qualität erreichen, die sie in Wirklichkeit haben. Zum anderen, weil jeder Jäger Wert auf andere Eigenschaften legt – beispielsweise die Bedienung der Geräte, die Art der Montage oder auch nur das optische Erscheinungsbild.

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Das Nightlux NV PVS Mono wird mit einem Gummiadapter auf das Okular des Zielfernrohres aufgesteckt. Rechts im Bild ein Adapter für Zielfernrohre mit Leuchtpunktschalter am Okular, wie z.B. dem Swarovski Z6i.

Grundsätzliches

Bei den Okularboostern gibt es digitale Geräte und Geräte mit Bildverstärkerröhren. Bei digitalen Geräten schaut man nicht wirklich auf das Ziel, sondern auf ein auf den LCD-Bildschirm projiziertes Bild. Der Bildschirm muss durch Kontrollschiessen mit der Treffpunktlage des jeweils verwendeten Zielfernrohres abgeglichen werden. Röhrengeräte haben den Vorteil, dass sie kein Bild erzeugen, sondern nur das durchs Zielfernrohr einfallende Licht verstärken. Folglich können sie ohne Anpassung an verschiedenen Waffen eingesetzt werden und auch die Vergrößerungsoptionen des Zielfernrohrs ohne größere Verluste nutzen. Allerdings haben diese Aufsatzgeräte auch zwei gewichtige Nachteile: Das durchs Zielfernrohr einfallende Licht reicht meistens nicht aus, um das Gerät – der momentanen Rechtslage entsprechend – ohne zusätzlichen  IR-Strahler zu nutzen, und durch den verkürzten Augenabstand kann man keine normale Schiesshaltung einnehmen.

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Das Nightlux NV PVS Mono mit montiertem IR-Strahler LA 850 Pro, bei der aktuellen Rechtslage ohne behördliche Beauftragung nicht erlaubt. Leider macht die Verwendung ohne IR-Strahler in der Praxis wenig Sinn.

Montage und Erscheinungsbild

Das knapp 11 cm lange Nightlux NV PVS Mono wird mittels eines Gummiadapters auf das Okular des Zielfernrohrs gesteckt. Diese Adapter gibt es in verschiedenen Ausführungen. Im Gegensatz zu Vorsatzgeräten ist hier kein absolut exakter und fester Sitz notwendig, es lässt sich problemlos auch an Zielfernrohren wie dem Z6i von Swarovski mit seinem Leuchtpunktschalter am Okular anbringen. Eine eventuell am Lauf vorhandene Kimme ist dabei ebenso wenig ein Hindernis wie ein tiefliegendes Zielfernrohr oder ein Schalldämpfer. Die  Bedienung erschöpft sich im Ein- und Ausschalten und Scharfstellen. Betrieben wird das Gerät mit  einer CR2-Batterie, die bis zu 30 Stunden halten soll.

Prinzipiell kann man das Nightlux NV PVS Mono  mit jedem Zielfernrohr nutzen, optimal ist allerdings ein Zoomobjektiv mit Parallaxe Ausgleich, um Ziel und Absehen scharfzustellen.

Ein IR-Strahler kann entweder mit dem LA-Bracket direkt am Aufsatz oder besser mit Hilfe einer Doppelklammer an das Zielfernrohr  angebracht werden. Empfehlenswert und nahezu Standard ist der Laserluchs LA850-50-Pro-II. Dessen Lichtstrahl kann durch Drehen des hinteren Rohres enger oder weiter gestellt werden und dadurch der am Zielfernrohr eingestellten Vergrößerung angepasst werden. Durch das Bündeln des Lichtstrahls bekommt man ausserdem eine hellere Ausleuchtung. Strom für den Laser liefert eine CR123A-Batterie.

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Aufgrund des geringen Augenabstandes macht die Verwendung nicht allzu starker Kaliber, die Nutzung eines Schalldämpfers und einer Schaftkappe Sinn – hier eine Blaser R8 in 30.06 mit Hausken-Schalldämpfer.

In der Praxis

Im Gegensatz zum Vorsatzgerät ist die Verwendung der Okularlösung mit etwas mehr Vorbereitung und auch Übung verbunden – man wird dafür aber mit einem leichten und handlichen Gerät von höchster Präzision und Detailtreue belohnt. Während man den Vorsatz einfach nur aufsteckt und je nach Entfernung die Schärfe korrigiert, sind beim Nightlux NV PVS Mono noch ein paar Vorbereitungen notwendig, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erreichen.

  • Zur optimalen Scharfeinstellung sollte man ein Zielfernrohr mit Parallaxe Ausgleich verwenden – dieser sollte möglichst bis auf 20 Meter heruntergehen, um auch nahe Ziele, beispielsweise bei der Pirsch im Getreide – erfassen zu können.
  • Der IR-Strahler sollte nicht am Aufsatz, sondern am Zielfernrohr angebracht werden. Das erleichtert das Handling und verhindert blaue Augen.
  • Das Zielfernrohr sollte an der vordersten Position angebracht werden (Kontrollschuss nicht vergessen). Außerdem rate ich zur Verwendung einer Schaftkappe, um den sicheren Augenabstand herzustellen und einen festen Schulterschluss zu bekommen.
  • Bevor man das Gummiadapter am Nightlux NV PVS Mono anbringt, sollte man den Dioptrienregler auf 0 stellen und anschließend auf einen etwa 100 Meter entfernten Punkt scharfstellen. Dann schiebt man den Gummiadapter bis zum Anschlag aufs Objektiv. Mit dieser Voreinstellung sind anschließend nur noch kleine Korrekturen über den Parallexeregler notwendig.

Hat man diese Einstellungen vorgenommen, lässt sich das Gerät schnell an der Waffe montieren. Nach dem Einschalten ist das Nightlux NV PVS Mono sofort betriebsbereit und man hat eine Nachtsichtlösung, die von keiner anderen Technik an Präzision übertroffen wird, selbst bei 15facher Vergrößerung.

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Mit einer Schaftkappe lässt sich der Augenabstand zum Nachtsichtaufsatz vergrößern, so dass man der Gefahr eines Kontaktes aus dem Wege geht und eine normale Schiesshaltung einnehmen kann.

Fazit

Vorsatzgeräte bauen mächtig nach vorne auf und verändern das Gleichgewicht einer ausbalancierten Waffe. Ein knappes Kilo mehr macht sich auf einer Pirsch durchaus bemerkbar, insbesondere dann, wenn man die Waffe immer wieder aufnehmen und absetzen muss. Es bleibt im Gesamtbild immer noch eine Krücke im Vergleich mit einem reinen Nachtzielgerät, das ja schliesslich auch nichts anderes tut – nämlich die Möglichkeit bieten, eine sichere Zielsprache zu tätigen und einen sauberen Schuss anzubringen.

Das Aufsatzgerät ist klein, leicht und handlich, schnell montiert und ideal für die Pirsch geeignet. An meiner Waffe im Kaliber 30.06 mit Schaftkappe, Schalldämpfer und Swarovski Z6i macht sich der geringe Augenabstand nicht entscheidend bemerkbar, ich kann nahezu in normaler Haltung schiessen. Wenn man das Zielfernrohr noch ein wenig nach vorne versetzt, hat man damit überhaupt kein Problem.

Die Paketpreise mit allem Zubehör (IR-Strahler, Bracket, Tasche) liegen zwischen ca. 3.300 € (grün) bis hin zu 5.000 € (Echo weiss).

Aufsatzgerät Vorsatzgerät
Montage vor dem Okular vor dem Objektiv
Größe und Gewicht klein und leicht groß und schwer
Lichtstärke eher gering eher ausreichend
IR-Strahler in der Praxis notwendig in der Praxis notwendig
Bedienung verkürzt den Augenabstand,
keine optimale Schiesshaltung
baut nach vorne auf,
Waffe wird kopflastig
Treffpunktverlagerung nein möglich, muss kontrollgeschossen werden
Vergrößerung verlustfrei möglich Bild wird unscharf/rauschig

 

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Nightlux NV PVS Mono am Swarovski Z6i montiert. Hierfür gibt es einen speziellen Adapter, bei dem die Bedienungselemente für den Leuchtpunkt zugänglich bleiben.

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Der IR-Strahler wird mit einem Picotronic LA-Bracket direkt am Nightlux befestigt.

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Es gibt verschiedene Allround-Befestigungen für den IR-Strahler am Zielfernrohr.

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Der vordere Ring dient zur Scharfstellung des Nightlux.

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Wenn man den Adapter nicht ganz nach hinten schiebt, kann man den Schärferegler einfach handhaben. Dafür baut das Gerät etwas länger auf und ist nicht ganz so stabil angebracht.

Zieht man den Adapter über den Schärferegler, hat man eine kürzere und stabilere Verbindung. Zur Scharfstellung muss man dann die gesamte Kombination drehen.

Mit einer Schaftkappe aus Gummi lässt sich der Augenabstand zum Nachtsichtaufsatz schnell und einfach vergrößern.

Fex Ott, August 2020

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