Warum Wärmebild ???
Ein Bericht mit Praxiserfahrung aus meiner Sicht !!!

 

Ich garantiere jedem passioniertem Jäger, dass er von dieser Technik fasziniert sein wird.

-Diese Erkenntnis kommt nicht von mir als Verkäufer, sondern rein aus der Praxis !!!

Es gibt etliche Vorteile und schnell wird klar, ohne Wärmebildkamera macht es einfach keinen Spaß mehr, ein sogenannter Suchtfaktor wird auftreten !!!

Ob auf dem Ansitz, der Pirsch oder beim abfahren des Reviers. Erst mit der Wärmebildkamera wird klar was sich um einen herum bewegt, wie der Wildbestand wirklich ist !!!

Die größten Vorteile sind:

  • Das schnelle finden von Wärmequellen (Wild )zur Schwarzwild und Raubwildbejagung ein Riesen Vorteil !!!
  • Klare Erkennung von Jungwild, auch wenn der Bewuchs höher ist (somit sind Fehlabschüsse fast ausgeschlossen)
  • Das Beobachten und finden nach dem Schuss
  • Beim Pirschen kein unnötiges Wildvergrämen
  • Wildbestand / Wildzählung sicher einschätzbar
  • Für die Hundearbeit / Training ein riesen Vorteil
  • Von Aussichtspunkten oder mit der Drohne auch zur Kitzrettung einsetzbar

Heut zu tage können wir sicher behaupten, dass Wärmebilddetektoren keinem nutzungsbedingtem Verschleiß unterliegen. Somit hat man die Sicherheit, dass die Geräte nicht anfällig sind und am Tag wie auch in der Dunkelheit genutzt werden können !!!

Ich persönlich bin gerade ich den Nächten nur noch mit einer Wärmebildkamera aktiv, da mir die Vorteile einfach wahnsinnig entgegenkommen und mich extrem in der Praxis unterstützen. Es gibt kein vielleicht und eventuell mehr, es ist alles klar und auf Anhieb sichtbar… egal ob Maus oder Hirsch !

Eigentlich war mir das Fernglas zur Pirsch am Tage oder Dämmerung immer heilig, selbst da greife ich schon öfter zur Wärmebildkamera. Im Wald bei geringer Freifläche, im hohen Bewuchs ( Ginster, Bickbeeren, Dornen, Farn…) oder vielen Hecken finde ich das Wild deutlich schneller.

Eines sollte ganz klar sein, die Technik wird sicherlich genutzt um passendes Wild ausfindig zu machen und zu bejagen, aber auch genauso um Wild zu beobachten und den Anblick zu genießen. Noch nie konnte ich einen Keiler im Unterholz in der Rauschzeit beobachten, oder die Fuchsranz sowie die Hirschbrunft in der Nacht so deutlich verfolgen !!!

Ich bin soweit, dass sich mir die Frage stellt: Brauche ich überhaupt noch ein Fernglas ?

Natürlich wird man die normalen Optiken weiterhin benötigen und nutzen. Nichts ist angenehmer und detailreicher wie das Livebild… Aber gerade die hochpreisigen Produkte werden es meiner Meinung nach schwer haben… denn ein Jäger greift heute lieber zu einem guten P/L-Verhältnis und wählt zusätzlich eine Wärmebildkamera. Diese Kombi ist meines Erachtens auch eine reine Empfehlung !!!

Der „Jagdspezi“, ansässig in NRW (Bielefeld) hat sich aus eigener Überzeugung genau aus dem Grund spezialisiert und bietet eine Vielzahl an Wärmebildgeräten von unterschiedlichen Herstellern an. Diese werden in der Praxis vorgeführt und können von unseren Besuchern getestet und verglichen werden. Wir bieten den größtmöglichen Service, dass auch Sie die passende Wärmebildtechnik für sich finden …

Waidmannsheil,

Frank Kleimann

Wie funktioniert Infrarotstrahlung?

Alle Körper, deren Temperatur über dem absoluten Nullpunkt (-273,2°C) liegt, strahlen elektromagnetische Wellen im infraroten Frequenzbereich aus. Nach den physikalischen Gesetzen ist die Intensität der thermischen Strahlung proportional zur vierten Potenz der Temperatur des Körpers. Daher hängt die Möglichkeit, die Strahlung eines Körpers durch im infraroten Bereich des Spektrums empfindliche Detektoren zu registrieren, im wesentlichen von der Temperatur des Körpers und der Umgebung ab und ist unabhängig von der Beleuchtungsstärke im sichtbaren Bereich.

Infrarote Strahlung belegt einen ausgedehnten Spektralbereich, der üblicherweise in mehrere Banden aufgeteilt wird. Abbildung 4: Spektralbereiche in denen Überwachungsgeräte funktionieren und atmosphärische Fenster in Abhängigkeit von der Wellenlänge der Strahlung.

NV – Frequenzband in der Nachtsichtgeräte funktionieren (von 0,4 bis 1 µm);

SWIR – nahes Infrarot (von 0,76 bis 3 µm);

MWIR – mittleres Infrarot (von 3 bis 8 µm);

LWIR –   fernes Infrarot (von 8 bis 14 µm).

 

Die übliche Aufteilung der infraroten Strahlung in verschiedene Bereiche hängt sowohl mit der Empfindlichkeit der existierenden Strahlungsdetektoren als auch mit der Existenz der atmosphärischen Fenster, in denen die Erdatmosphäre weitgehend transparent ist, zusammen. Nachtsichtgeräte funktionieren im sichtbaren und nahem infraroten Spektralbereichen (Wellenlänge von 0,4 bis 1 µm). Sie registrieren vom beobachteten Körper reflektierte sowie natürliche und künstliche Hintergrundstrahlung. Moderne kompakte Wärmebildgeräte funktionieren im Wellenlängenbereich von 8 bis 14 µm, der einem atmosphärischen Fenster entspricht. Das Prinzip der Wärmebildgeräte basiert auf der Fähigkeit bestimmter Materialien die Abbildung von Objekten im infraroten Bereich zu registrieren, und in elektrische Signale zu verwandeln. Die elektrischen Signale, die das thermisches Bild des beobachten Objektes darstellen, werden nach Verstärkung und computergesteuerter Verarbeitung an die Anzeige des eingebauten Mikrodisplays übertragen, in dem für das menschliche Auge sichtbare Bilder des beobachteten Objektes aufgebaut werden.

 

Die Konstruktionsgrundlage der Wärmebildvisiere der Dedal-Serie ist eine ungekühlte mikrobolometrische Matrix, die aus einer Reihe von thermoempfindlichen Elementen (Bolometer)  und einer Schaltung zur Signalvorverarbeitung besteht. Als Bolometer bezeichnet man ein empfindliches bimetallisches Element, das seinen elektrischen Widerstand abhängig von der im infraroten Spektralbereich einfallenden elektromagnetischen Strahlung verändert.

Bei ein und dem selben Fokus des Objektives ermöglicht eine kleinere Pixelgröße (Elementgröße) eine höhere Bildschärfe, eine größere Wärmebildmodule (384×288, 640×480 Pixel) bei der selben Pixelgröße führt zur Erhöhung des Sehfelds. Die optischen Elemente der Objektive werden aus Germanium hergestellt, das eine hohe Durchlässigkeit für thermische Strahlung besitzt. Es sollte beachtet werden, dass bei einer Nachfokussierung (interne Fokusierung), um eine optimale Einstellung des Objektives bei verschiedenen Beobachtungsabständen zu erreichen, die Translationsverschiebung der Objektivlinsen eine Verschiebung des Mitteltreffpunktes bei der Änderung des Fokussierungspunktes ausschließt. Eine große Fokusweite des Objektives erlaubt eine Erhöhung der Ortungs- und Identifikationsentfernung des Zieles.

 

Die computergesteuerte Verarbeitung des Ausgangssignals vom Strahlungsempfänger erfolgt mit einer Bildwechselfrequenz von 9 Hz oder 25-60 Hz. Eine Bildwechselfrequenz von 9 Hz kann für die Verwendung in Geräten und Visieren bei Beobachtung sich langsam bewegender Ziele ausreichen. Für professionelle Visiere wird eine Frequenz von 25 Hz benötigt.

 

In den Wärmebild-Visieren der Dedal-Pro Serie wird eine spezielle Sofware eingesetzt, in der verglichen mit Konkurrenzgeräten folgende Eigenschaften realisiert werden:

vollautomatisches Matrixkalibrierungssystem ohne Blenden, dass kontinuierlich die Arbeit des Visiers unter verschiedenen Bedingungen optimiert und keine zusätzlichen manuellen Einstellungen benötigt;

System zur dynamischen Kontrastverbesserung, das ein optimales Bild erzeugt:

schärfere Konturen des Ziels, Ausarbeitung der Details des Ziels und des Hintergrundes, was erlaubt, schnell und präzise das Ziel in der Umgebung zu identifizieren und seine Position zu bestimmen; die Bildwechselfrequenz von 25-50 Hz sorgt für eine präzise Abbildung von bewegten Zielen.